Südtirol 2017


Kurztripp nach Meran


3 Nächte vom 29.10. bis 1.11.2017




Leider konnten wir erst am Sonntag starten weil wir Samstag andernweitig verplant waren und einfach nicht weg konnten. Darum wurden es auch nur drei Nächte, es hätten gerne auch mehr sein können. Weil wir uns die Kosten für Vignetten und Maut sparen wollten wählten wir die Route über Garmisch-Partenkirchen und Insbruck und fuhren über den Jaufenpass ins Passeier Tal und weiter der SS44 folgend bis Meran! Die Auffahrt auf den Jaufenpass verlief problemlos und wir machten natürlich einen kurzen Stop für dieses Foto. Ich hoffe der Regenbogen der sich hier im Dunst der Wolken abzeichnet ist zu erkennen. Die anschließende Abfahrt ins Passeier Tal erforderte dann doch einiges an Konzentration und gutem Augenmaß. An einigen Stellen kam ich mit dem Alkoven doch bedrohlich nahe an die Felsenwand wenn ich den Gegenverkehr passieren ließ!

 

Ich hatte schon zuvor über meine Camping-App einige Plätze in der Vorauswahl und so entschied ich zunächst nach Dorf Tirol zu fahren. Dort gibt es den Stellplatz am Schneeburghof. Aber die Anfahrt dort hin war vergebens, der Platz war vollständig belegt. Also rief ich bei der Nummer Zwei auf meiner Liste an, Camping Hermitage "Einsiedler". Aber der war auch voll ausgebucht. Weitere preiswerte Alternativen gab es nicht, andere Plätze in der näheren Umgebung kosten min. 32 Euro pro Nacht. Also dann doch auf die Nummer Drei in meiner Liste, der Stellplatz an der Seilbahn Meran2000. Da gab es noch genügend Platz, aber eben keinerlei Infrastruktur für Wohnmobile, kein Strom, kein Wasser, keine Entsorgung. Dafür kostet es auch "NUR" 12 Euro pro 24 Stunden, ab der dritten Nacht 8 Euro! Und der Blick von dort in das Tal in dem Meran liegt, der ist gigantisch!

Wir waren bereits am frühen Nachmittag auf dem Stellplatz, bzw. Parkplatz, angekommen und hatten eine halbwegs ebene Stelle gefunden an der wir unser WoMo ausrichten konnten. Es blieb noch Zeit für einen ersten Kurzbesuch der Stadt. Wir hatten unsere Saxonetten dabei. Also machten wir uns auf den Weg, es waren so ca. 6 Km bis zum Zentrum von Meran. Erst jetzt bei der Fahrt bergab fiel es uns auf, das doch so ca. 300 Höhenmeter zwischen der Stadt und dem Stellplatz an der Seilbahn liegen. Darum "parkten" wie unsere Saxonetten in einer Seitenstraße nahe der "Sissi-Statue" mit dem Vorhaben diese dort stehen zu lassen und später mit dem Bus zum Stellplatz zu fahren!

Die Stadt Meran hat als Kurort eine gemeinsame Vergangenheit mit der "Sissi"! Die Kaiserin verbrachte viel Zeit in Meran um sich dort von ihrem Lungenleiden zu erholen! Der sog. "Sissipfad" erklärt dem interresierten Besucher welchen Einfluss der Aufenthalt der Sissi auf die Entwicklung von Meran als Kurort hat.

In der Fußgängerzone fiel uns dann dieser Straßenkünstler auf der ein besonderes Augenmerk verdient hat. Er tanzt mit seinen Armen und Beinen und trägt dabei die männliche Puppe auf seinem Kreuz. Die weibliche Puppe trägt er auf seinem Buckel. Die Beine der weiblichen Puppe sind die Arme des Künstlers.

Am späten Sonntag Nachmittag fuhren wir dann mit dem Bus zurück zum Stellplatz an der Seilbahn. Das ist der größte Vorteil an diesem Parkplatz das die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wirklich sehr gut ist und vor allem preiswert. Für 1,50 pro Fahrt kommt man mit der Buslinie 1 je nach Wochentag unterschiedlich 2-3mal pro Stunde in die Stadt und wieder zurück.


Diese Verbindung nutzten wir dann erneut am Montag und starteten zu einer ausgiebigen Stadtbesichtung. Wir besorgten uns im Touristenzentrum hinter dem Kurhaus eine Karte und folgten einer dort beschriebenen Besichtigungstour die uns dann zu einigen Sehenwürdigkeiten führte. Was aber jeder Besucher auf sich nehmen sollte ist der Aufstieg zum Pulverturm! An der Passer entlang an der Wandelhalle vorbei bis zum Steinernen Steg. Von dort führt eine kleine Treppe zu einem steilen Aufstieg bis zum Pulverturm. Die Aussicht von dort ist traumhaft!

Nach der Aussicht vom Pulverturm folgen wir ein kurzes Stück dem Tappeinerweg. Dieser Weg verläuft etwas oberhalb vom Stadtzentrum und bietet einige schöne Ausblicke in die Stadt! Gestiftet wurde dieser Weg einst von Franz Tappeiner, der sich als Kurarzt in Meran einen Namen machte.

Über den Tiroler Steig erreichen wir das Zentrum von Meran und setzen unseren Stadtrundgang mit der Besichtigung der Kapelle St. Barbara und der Pfarrkirche St. Nikolaus fort. Auf unserem Rundgang sind auch die sog. "Lauben" erwähnt. Diese finden sich schließlich in der Via Portici. Es sind einige nette kleine Läden und Boutiquen, teils in kleinen Passagen gelegen und bieten für shoppingbegeisterte allerlei Möglichkeiten zum Geld los werden!

Unser Rundgang endet schließlich am Vinschgauer Tor, welches ebenso wie das Passeier Tor zur ehemaligen Stadtmauer gehört! Wir beenden unsere Stadtbesichtigung und fahren mit dem Bus zurück zum Stellplatz an der Seilbahn!


Für den Dienstag hatten wir uns einen Ausflug nach Falzeben vorgenommen, natürlich auch wieder mit dem Bus. Die Seilbahn in Falzeben verbindet den Ort mit Meran2000, wir hätten also quasi mit der Seilbahn zu unserem Stellplatz zurück kehren können! Aber unsere Pläne sahen anders aus!

In Falzeben gibt es auch am Parkplatz einen Stellplatz für Wohnmobile, kostet auch 12 Euro pro 24 Stunden und hat, ebenso wie der Stellplatz am Meran2000, keinerlei Infrastruktur für Wohnmobile! Die Aussicht von dort ist auch nicht so dolle. Und als wir mit dem Bus dort hoch sind wurde uns schon klar das dieser Platz für WoMo´s eher schwierig zum erreichen ist.

Leider wurde die Haltestelle an der Seilbahn Meran2000 für den Bus nach Falzeben stillgelgt. Warum auch immer. Um mit dem Bus nach Falzeben zu kommen geht man am besten zu Fuss herunter zum Camping Hermitage. An der Haltestelle dort hält auch der Bus 225, der so ca. einmal pro Stunde fährt! Die Fahrt führt dann über Santa Caterina und Hafling.

Abwärts fuhren wir dann mit dem Bus hinunter in die Stadt und holten unsere Saxonetten aus der Seitengasse. Wir wollten auch noch etwas mit unseren Rädern unternehmen. Unser kleiner Ausflug führte uns über die Via Goethe und Via Josef Weingartner nach Algund. Dort steht das Denkmal des Andreas Hofer gegenüber vom Bahnhof. Andreas Hofer war 1809 der Anführer der Tiroler Aufstandsbewegung gegen die bayerische und französische Besetzung seiner Heimat.

Unsere Radltour führte uns dann weiter durch Algund bis zum Schloß Forst. Dort überquerten wir die SS38 und fuhren auf einer höher gelegenen Nebenstraße SP5 oberhalb der Etsch und folgten dieser bis zur Abzweigung der SS 238. Durch ein Gewirr von Kreisverkehren erreichten wir schließlich wieder das Zentrum von Meran und den Parkplatz an der Therme. Dort stellten wir unsere Saxonetten ab mit dem Plan diese am Folgetag dort zu verladen wenn wir unsere Heimfahrt antreten.


Am Dienstag ging es dann zurück Richtung Heimat. Wir hatten lange überlegt welche Route wir einschlagen wollten. Es gibt ja mehrere Optionen. Wieder über den Jaufenpass, oder etwas weiter östlich über das Penser Joch. Aber diese beiden Routen führen dann weiter Richtung Brennerpass, Insbruck und Garmisch. Das wäre dann so in etwa der gleiche Weg wie bei der Hinfahrt. Wir entschieden uns dann den für uns kürzesten Weg zu nehmen, also über das Timmelsjoch nach Imst und weiter nach Reutte, dann bei Füssen auf die B17 Richtung Augsburg. Hatte nur den kleinen Haken das die Passage am Timmelsjoch Maut kostet. Aber diese 16 Euro wollten wir doch gerne ausgeben und bekamen dafür ja auch etwas geboten! Die Route über das Timmelsjoch ist um einiges schöner als der Jaufenpass. Die Straße zum Timmelsjoch ist sehr gut ausgebaut, es gibt kaum Engstellen. Ich erkundigte mich vorher noch aktuell und erfuhr, das Timmelsjoch war offen und befahrbar. Also ging es dann sehr früh morgens los! Erst noch kurz rein nach Meran, die Saxonetten verladen und dann recht früh weiter die SS44 bis nach St. Leonhard und von dort zum Timmelsjoch. Gegen 8.45 waren auf 2509 Metern Höhe, stellten unser WoMo ab und machten dort oben Frühstück!

Gegen 9.30 dann die Abfahrt über Hochgurgel, Obergurgel an der Gurgler Ache und danach der Ötztaler Ache entlang nach Sölden, weiter der 186 folgend und auf der 171 weiter nach Imst. Die Fahrt über das Timmelsjoch habe ich mit der Dashcam aufgezeichnet und aus fast 2 Stunden Videomaterial etwa 14 Minuten zusammen geschnitten. Den Timecode möchtet ihr bitte ignorieren, der stimmt nicht, ich habe vergessen die Cam korrekt einzustellen.

In Imst angekommen hatten wir dann erneut eine Auswahl zweier möglicher Routen! Ich denke mal das ein Großteil der Urlauber die Fahrt über den Fernpass bevorzugen. Eine andere Route führt aber über das Hahntennjoch auf 1894 Meter. In Imst biegt man am zweiten Kreisverkehr ab und folgt der Beschilderung zum Hahntennjoch auf der L246. Auch von dieser Fahrt habe ich ein Video aufgezeichnet und aus ca. 45 Minuten Videomaterial etwa 10 Minuten zusammengeschnitten. Auch bei diesem Clip ignoriert ihr bitte den Timecode der auch hier nicht stimmt. Wir waren so um 11.00 herum oben auf dem Hahntennjoch und sind dann so gegen 11.45 in Forchach "Zur Alten Mühle" eingekehrt.

Nachdem wir unser "zweites Frühstück" eingenommen hatten setzten wir die Heimfahrt wie geplant fort und folgten der 198 weiter bis Reutte. Dann Richtung Füssen zur B17 und ab nach Hause. Wir waren dann so gegen 14.30 heil und gesund daheim angekommen!

 

Damit endet dann dieser Reisebericht. Ich hoffe ihr hattet Spaß bei der Lektüre und den Videos! Das mit den Clips werde ich sicherlich bei den nächsten Fahrten wiederholen, dann aber darauf achten das die Cam besser positioniert ist und weniger Spiegelungen zu sehen sind